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Rezensionen

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Was sagen die Kritiker? Nachfolgend haben wir einige Rezensionen zu unserem Buch "Regionalbahnen im Südwesten" zusammengestellt:

aus Dumjahn's Bahn-Rezensionen:

Wer sich über die vielfältigen Aktivitäten der zahlreichen Eisenbahnunternehmen informieren möchte, die seit der Bahnreform 1994 der Deutschen Bahn AG Konkurrenz machen, ist bislang weitgehend auf Zeitschriftenbeiträge und diverse »Sonderhefte« angewiesen - richtige Bücher zu diesem Thema sind noch kaum erschienen. Besondere Beachtung verdient insofern die nun vorliegende, von Michael Kochems und Frank von Meißner verfaßte Monographie »Regionalbahnen im Südwesten« (...).

Den Autoren Kochems und v. Meißner (...) gelingt es, die komplexen Entwicklungen transparent zu machen. Ihre Ausführungen gehen über die vielfach übliche Faktenhuberei deutlich hinaus, man gewinnt aus der Lektüre weiterführende Erkenntnisse und versteht, warum einige Projekte realisiert werden konnten und andere scheiterten. Auch die teilweise weit zurückreichenden historischen Voraussetzungen der Regionalisierung werden herausgearbeitet. (...)

Alles in allem kann das Buch aufgrund des bedeutsamen und innovativen Themas sowie der umfassenden, auch in die Tiefe gehenden Darstellung empfohlen werden. (Georg Beck)

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aus BAHN-REPORT, Heft 5/2004:

(jg) Kein deutsches Bundesland hat eine derartige bunte NE-Landschaft wie Baden Württemberg. Die Entwicklung der letzten zehn Jahre war von zahllosen Aktivitäten geprägt. Eigene Linien im Aufwind und Niedergang, umfangreiche Auftragsverkehre, sowie beispielhafte Streckenreaktivierungen. Gründe genug, die Übersicht zu verlieren. Dieses Buch gibt sie zurück.
 
Neben den alteingesessenen Gesellschaften HzL, SWEG, AVG und WEG werden auch die jungen NE-Bahnen, wie z.B. Thurbo ausführlich dargestellt und die zum Teil sehr unterschiedlichen Konzepte erläutert. Viele gute sw-Bilder unterstreichen die umfangreichen Beschreibungen.
 
Ein eigenes Kapitel widmet sich außerdem den drei Fahrzeugtypen NE 81, Regio-Shuttle und den Zweisystem-Stadtbahnwagen. Tabellarische Übersichten des jeweiligen Tfz-Parks, sowie zu den einzelnen Strecken vervollständigen das sehr empfehlenswerte Paperback. Von Profis verfasst, professionell dargestellt und für den Laien verständlich aufbereitet.
 
Einzig gewöhnungsbedürftig ist die gut gemeinte, aber stark überladene bunte Übersichtskarte. Hier wäre eine Aufteilung sinnvoller gewesen.
 
 

Foto (Lirex-Demofahrt in Immendingen, 10/2002): F. v. Meißner (c)
Lirex-Demofahrt auf der Schwarzwaldbahn

aus Drehscheibe, ArGe Drehscheibe, Heft 4/2004:

(HFR) Charakteristisch für das Eisenbahnwesen im Land Baden-Württemberg und seinen Vorläufern ist bis heute eine Vielzahl von nicht bundeseigenen Eisenbahnen. Die Großen unter den Kleinen vorzustellen, nämlich die Albtalbahn, die Hohenzollerische Landesbahn, die Württembergische Eisenbahn-Gesellschaft und die Südwestdeutsche Verkehrs-AG nebst ihrer Töchter, ist Inhalt dieses Buches.
 

Bei ihren Ausführungen beschränken sich die Autoren jedoch nicht nur auf den Mikrokosmos der behandelten Bahnen, sondern betrachten parallel dazu auch das politische und gesellschaftliche Umfeld links und rechts des Gleises. Mit dem Hintergrundwissen, weshalb sich beispielsweise im tiefsten Südwesten mit der Hohenzollerischen Landesbahn eine ur-preußische Eisenbahn etablierte oder weshalb es Gesellschaften wie etwa die Ortenau-S-Bahn heute überhaupt geben kann, erschließen die flüssig geschriebenen Texten dem Leser den Werdegang der einzelnen Bahnen, die trotz ihrer Unterschiedlichkeit doch stets das gleiche Ziel verfolgten, nämlich sich mit einem guten und preiswerten Eisenbahnbetrieb zu behaupten – auch auf Strecken der Staatsbahn.
 
Ebenso unterschiedlich – und damit für den Leser interessant – wie die Bahnen selbst sind deren Fahrzeuge, wobei die Spanne bis heute vom Schienenbus über gebrauchte Staatsbahnloks, NE 81-Triebwagen und Regio-Shuttle bis hin zum Mehrsystem-Stadtbahnwagen reicht. Auch sie werden in Tabelle, Wort und reichhaltig Bild vorgestellt.
 
Manch eine Bild-Vorstellung fiel dabei leider ein wenig lieblos aus, denn trotz nachweislich scharfer Vorlagen erinnert die Wiedergabe insbesondere großformatiger Abbildungen eher an die Druckqualität einer DDR-Tageszeitung. Dies ist allerdings das einzige und bei einer eventuellen Neuauflage hoffentlich beseitigte Manko dieses handlichen und sehr informativen Buches.
 

 
aus Eisenbahn-Magazin, Düsseldorf, 7/2004:

Baden-Württemberg gilt als eisenbahnfreundlich. Dort sind Streckenstilllegungen nicht so ausgeprägt wie in anderen Bundesländern. Dafür fördert das Land mit Nachdruck nicht zur DB AG gehörige Strecken.
 
Inzwischen besorgen die im Buch vorgestellten vier Gesellschaften, davon drei in öffentlicher Hand, auf eigenen Strecken und z.T. mit Töchtern im DB AG-Netz gut 20 Prozent des SPNV. Dazu stehen ihnen moderne Fahrzeuge zur Verfügung. Das und die Entwicklung der Vorgänger der „großen Vier“ zeigen die Autoren mit aktuellem Schwerpunkt auf. Wer sich einen Überblick über das neuzeitliche Alternativangebot zur DB AG verschaffen möchte, ist mit dem Buch gut bedient. Auch auf den Güterverkehr wird eingegangen. Fahrzeugtabellen und eine übersichtliche Streckenkarte runden das Werk ab.
 

Foto (Freudenstadt Hbf, Juni 2005): Frank von Meißner (c)
Regio-Shuttles der HzL und der OSB
Frank von Meißner - Eisenbahnbetriebsleiter (EBL) - Stuttgart  | webmaster@von-meissner.de